Die neue Lehrerin/Leiterin

Montessori schafft ein neues Bild von der Lehrerin. Es gibt keine "Schulmeister" mehr, die lehren, sondern nur Erwachsene, die dem Kind helfen, im Umgang mit dem Material in einer vorbereiteten Umgebung sich zu entwickeln. Die neue Lehrerin hat eine "sittliche Gewandtheit" erworben, "die ihr bisher keine andere Methode abverlangt hat und die aus Ruhe, Geduld, Barmherzigkeit und Demut besteht. Tugenden und nicht Worte sind die höchste Vorbereitung." Sie korrigiert die Fehler des Kindes nicht, sondern ist sich vielmehr klar über ihre eigenen Fehler geworden. Ihre erzieherische Aufgabe besteht darin, mit Feingefühl dem Kind Raum für die eigenständige Entwicklung zu lassen und dennoch zur Mitarbeit bereitzustehen, wenn das Kind sie auffordert.