Die Gartenschule stellt sich vor

Lage und Einzugsgebiet

Die Gartenschule Karlsruhe – Montessori-Grundschule ist eine staatliche Bezirksgrundschule in der Karlsruher Innenstadt. Sie liegt in einem gemischten Wohngebiet mit entsprechender Sozialstruktur. In ihrem Einzugsgebiet befinden sich verschiedene Kindergärten, darunter auch Kinderhäuser nach Montessori in kirchlicher und in freier Trägerschaft ( Kinderhaus St. Agnes, Kinderhaus Naseweis und Kinderhaus Rabennest).

Die Gartenschule auf den ersten Blick

  • Die Gartenschule ist eine dreizügige Montessori-Grundschule, die auf Basis der Montessori-Pädagogik unter Leitung besonders ausgebildeter Lehrkräfte arbeitet. Alle Klassen sind altersgemischt in den Jahrgangsstufen 1 bis 4.
  • Seit dem Schuljahr 2009/2010 wird das durch die Fachschaft Französisch erarbeitete Konzept für einen bilingualen Französisch-Unterricht umgesetzt.
  • Im Rahmen der Verlässlichen Grundschule bietet die Stadt Karlsruhe in der Kernzeit eine Ergänzende Betreuung (7 Gruppen) an. Im Anschluss daran gibt es einen von einer Elterninitiative getragenen schulinternen Hort (2 Gruppen) bzw. einen fußnah gelegenen städtischen Schülerhort.
  • Die Gartenschule ist Ausbildungsschule für die Pädagogische Hochschule Karlsruhe und betreut Praktika verschiedener Art.
  • Die Gartenschule ist Ausbildungsschule für die Montessori-Diplomkurse der Akademie für Montessori-Pädagogik innerhalb der Deutschen Montessori-Gesellschaft.
  • Anderen Schulen bietet die Gartenschule im Rahmen der Lehrerfortbildung an, ihren pädagogischen Tag zu den Themenfeldern Montessori und Freiarbeit inhaltlich zu begleiten – durch Hospitationsmöglichkeiten, Vorträge und Arbeitsgruppen.
  • Referenten für die Öffentlichkeitsarbeit zum Thema „Montessori-Pädagogik“ können durch die Gartenschule vermittelt werden.

Entwicklung zur Montessori-Grundschule

  • Seit 1986 gibt es Montessoriklassen an der Gartenschule.
  • Die Gartenschule war die erste staatliche Grundschule in Baden-Württemberg, an der Montessoriklassen mit offizieller Genehmigung unterrichtet wurden.
  • In den ersten Jahren wurde zunächst ein kompletter Grundschulzug von Klasse 1-4 aufgebaut und mit entsprechendem Montessori-Material ausgestattet.
  • Aufgrund ständig steigender Nachfrage im Bezirk wurden ein zweiter und dritter Zug eingerichtet.
  • Seit dem Schuljahr 2009/2010 werden alle Klassen jahrgangsgemischt unterrichtet.
  • Kern des Unterrichts ist die tägliche Freiarbeit (16 Stunden pro Woche)
  • Alle Klassen werden grundsätzlich von Lehrkräften geführt, die das Nationale Montessori-Diplom, eine spezielle Zusatzausbildung, haben.

Wichtige pädagogische Elemente:

Lernen in altersgemischten Gruppen

Vertiefende Einblicke (Film) in die pädagogischen Prinzipien der Altersmischung finden Sie hier

Arbeit mit dem Montessori-Material

Vertiefende Einblicke (Film) in die pädagogischen Prinzipien der freien Arbeit finden Sie hier

Arbeit mit den schuleigenen Themenheften

Vertiefende Einblicke in die pädagogischen Prinzipien der freien Arbeit finden Sie hier

Themen der Kosmischen Erziehung experimentell erfahren

Vertiefende Einblicke in das pädagogische Prinzip der Kosmischen Erziehung finden Sie hier

Bildungsplan, Noten, Zeugnisse

Alle rechtlichen Vorschriften für staatliche Schulen gelten auch für die Montessoriklassen der Gartenschule – u. a. der Bildungsplan für die Grundschule oder die Erlasse für Noten, Zeugnisse und Arbeiten.

Seit dem Schuljahr 2009/10 wird im Schulalltag eine notenfreie Leistungsrückmeldung praktiziert.

Aufnahme in die Gartenschule, Klassenbildung

  • Die Gartenschule ist die für alle Kinder des Bezirks zuständige Grundschule.
  • Eltern aus anderen Stadtbezirken, die die Einschulung ihres Kindes in die Gartenschule wünschen, können einen Antrag auf Bezirkswechsel bei der für sie zuständigen Schule stellen und erhalten einen Platz im Rahmen freier Kapazitäten. Bevorzugt werden dabei solche Kinder, die durch ihre Zeit in einem Montessori-Kinderhaus eine besondere Vorbereitung erfahren haben.
  • Die Schule entscheidet nach Beratung über die Zusammensetzung der Klassen.
  • Dabei bedenkt sie besonders auf Ausgewogenheit hinsichtlich sozialer und nationaler Herkunft, Geschlecht, Begabung und Leistungsstärke, Beeinträchtigungen und Auffälligkeiten.
  • Die Klassenlehrkräfte führen ihre Klassen in der Regel durch die ganze Grundschulzeit und erteilen üblicherweise möglichst viele Stunden ihres Lehrauftrags in der eigenen Klasse.

Übergang in weiterführende Schulen

Mit der Änderung des Schulgesetzes im Dezember 2011 ist die Grundschulempfehlung seit 2012 nicht mehr verbindlich. Die Eltern entscheiden seit diesem Zeitpunkt alleine über den weiteren Bildungsweg ihres Kindes.
Damit dies gut gelingt, werden die Eltern der Gartenschule kontinuierlich während der gesamten Grundschulzeit ihres Kindes durch die Klassenlehrkraft auf Grundlage des schuleigenen Beratungskonzepts beraten und über die Leistungen, das Sozialverhalten und die Arbeitshaltung informiert. Darüber hinaus gibt es Informationsangebote der Gartenschule zu den weiterführenden Schulen.

Die langjährigen Erfahrungen zeigen, dass die Kinder aus den Montessoriklassen der Gartenschule keinen Nachteil beim Übergang auf die weiterführenden Schule haben.